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DOPPELVERANSTALTUNG -
Freitag, 25. Jänner 2002, 18:30 Uhr


Ausstellungseröffnung (läuft bis zum 23. Februar)
Aus dem Prekmurje-Zyklus des Fotografen Joze Kolosa Kolos

Diese Ausstellung beschäftigt sich mit den Arbeiten eines der wichtigsten slowenischen Fotografen des 20. Jahrhunderts (1920 - 1998). Die ausgestellten Arbeiten entstanden in einer Schaffensperiode zwischen 1936 und dem Beginn der 50er Jahre des vorigen Jahrhunderts.

Gerade die Werke aus dem Prekmurje-Zyklus beweisen den hohen Anspruch an Ausgereiftheit und spiegeln den geistigen Gehalt des Murgebietes wider. Und darüber hinaus noch mehr: Kolos ist künstlerisch überzeugend in seiner Darstellung der pannonischen Landschaft und der Leute dieser zauberhaften Welt. Die Ausstellung mit dem Titel Aus dem Prekmurje-Zyklus des Joze Kolosa Kolos stellt das Regionalmuseum von Murska Sobota zur Verfügung.

Kurator der Ausstellung ist der Kunsthistoriker Janez Balazic. 

Na razstavi bodo razstavljene umetniske fotografije enega najvecjih slovenskih umetniskih fotografov 20. stoletja Jozeta Kolose Kolosa (1920-1998). 

Razstavljena dela predstavljajo kvaliteten vrh fotografovega snovanja od leta 1936 do začetka 50. let 20. stoletja. Ravno dela iz t. i. prekmurskega opusa izkazujejo visoko stopnjo umetniske domisljenosti in prinasajo duhovne esence obmurskega prostora. In se več: Kolos je likovno in umetnisko prepricljiv v upodabljanju znacilnih panonskih pejsasev in portretov ljudi tega carnega sveta. Razstavo Iz prekmurskega opusa Jozeta Kolose Kolosa posreduje Pokrajinski muzej Murska Sobota.

Avtor razstave je Janez Balazic, univ. dipl. um. zgodovinar, visji kustos. univerzitetno diplomirani umetnostni zgodovinar.




Freitag, 25 Jänner 2002, 19:00 Uhr
Buchpräsentation
predstavitev knijge
Josefa Prelog
...leb ich mein Schicksal aus
Hermagoras 2002


Im Bundesland Steiermark leben Menschen die mehrsprachig leben und diese Mehrsprachigkeit auch praktizieren. Ein großer Teil dieser Menschen ist den sogenannten neuen Migranten zuzuordnen, ein kleinerer, in den Nachkriegsjahrzehnten politisch vernachläßigter, den an der Südgrenze beheimateten Steirischen Slowenen. Öffentlichkeit, ja öffentliche Manifestationen einzelner aus dieser Gruppe waren rar. 

Als umso bedeutender ist diese Publikation zu werten, in der sich Josefa Prelog mit ihrer Vergangenheit auseinandersetzt. In dieser Schrift liegt neben seiner regionalgeschichtlichen Bedeutung ein weitgehend überregionaler Gehalt. In den Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Existenz der slowenischen Sprache, trotz ihrer Absicherung im Staatsvertrag von 1955, in der südlichen Steiermark geleugnet. Der fehlenden politischen Intervention und dem daraus resultierenden Mangel an sogenanntem "Volksgruppenbewußtsein" wurde das Sprachen- und Kulturbewußtsein in das Private verdrängt. So wurde und wird auch heute noch ein Großteil der Zweitidentität aus dem öffentlichen Raum verbannt. Erst im Jahr 2001 war ein Paradigmenwechsel im politischen Bewußtsein des Landes spürbar. Der Akt der Verdrängung und der Verleugnung der eigenen Vergangenheit wird aufgeweicht. Die Verbesserung der zwischenstaatlichen Beziehungen der beiden Republiken, die positive Junktimierung betreffend die Minderheiten auf beiden Seiten der Grenze und wohl auch Kapitalstrategien bilden eine neue Basis der Auseinandersetzung mit der gemeinsamen und eigenen Geschichte. 

Im Sinne einer offenen Gesellschaft und dem europäischen Begriff der multiplen Identität ist nun zu hoffen, dass diese Niederschrift die junge (südsteirische) Generation anregt, es Josefa Prelog gleichzutun. Dies an einer Grenze, die zunehmend verschwindet.