Publikationen

Signal  2001


01 Vorwort

02 Portrait Josef Matl

03 Die Deutschen in Slowenien 1918-1941

04 Die Stajerc-Partei in den Jahren 1914-1918

05 Die neuen Nachbarn

06 Steirer und Stajrer - Ein Sprachenfest

 

Ein Porträt des Slavisten und Balkanologen Josef Matl (1897–1974

Panslavist, germanophil

 
In diesem Beitrag geht es darum, einen zu Unrecht fast vergessenen "Untersteirer" vorzustellen. Dabei wird Matls Herkunft als bestimmend für sein dauerndes Interesse an den Problemen der Germanoslavica beschrieben, der wissenschaftliche Schwerpunkt des Genannten skizziert, seine Hauptwerke und einige seiner Schüler und Nachfolger genannt.

Da es schwierig ist, alle Lebensabschnitte einer so schillernden Persönlichkeit wie Matl (siehe Foto) es war, darzustellen, wird der
Schwerpunkt auf seine wissenschaftliche Tätigkeit nach dem 2. Weltkrieg gelegt. Hier kommt der österreichische Slavist und Balkanforscher zu heute noch aktuellen Fragen des Zusammenlebens von deutsch- und slowenischsprachigen Menschen selbst zu Wort. Mit der Frage, warum Matls wissenschaftliches Oevre trotz seines beachtlichen Umfangs und seiner Aktualität heute kaum mehr eine Rolle im internationalen und interdisziplinären akademischen Diskurs spielt, schließt dieses kurze Porträt Josef Matls. Zunächst jedoch einige Erläuterungen zur Geschichte seiner Heimatregion.


Kurzbiographie

 

10. März 1897

Geboren in Machersdorf (heute Slowenien: Mahovci), Gemeinde Schirmdorf (Črnci), Bezirk Radkersburg, ehem. Untersteiermark (Abstaller Becken)

1916

Matura am Fürstbischöflichen Gymnasium in Graz

1915-1917

Kriegsdienst, Verwundung

Beginn des Studiums der Slavistik und Germanistik in Graz und Wien

1921

Promotion zum Dr. phil. in Wien

1928

Habilitation für das Fach Slavische Philologie an der Universität Graz

1939-1945

Militärdienst am Balkan

1948-1968

Vorstand des Seminars für Slavische Philologie (später: Institut für Slawistik und Südostforschung) der Universität Graz

12. Juni 1974

Gestorben in Rottenmann/Obersteiermark

 

Gewachsensein an der Sprachgrenze


Der Geburtsort Josef Matls, Machersdorf, liegt im Abstaller Feld, zwei Kilometer südlich der Mur, zwischen Mureck und Radkersburg in der Steiermark. Heute liegt die Ortschaft in der Republik Slowenien und heißt Mahovci (Gemeinde Schirmdorf, slowenisch Črnci). Im Jahr 1897 geboren, erlebte Matl seine "Heimat an der steirischen deutsch-slovenischen-ungarischen Sprach- und Volksgrenze noch in der Österreichisch-ungarischen Monarchie; also in dem Raum, wo die Mur das deutsche Ostalpenvorland verläßt und in die ungarische pannonische Tiefebene übergeht".
[1]


Matl selbst wies immer wieder darauf hin, dass er aus einer deutschsprachigen Bauernfamilie stammt und im Spannungsfeld zweier Sprachen aufwuchs.
[2] Ihm war die slowenische Sprache also von Kind an vertraut und dieser Umstand war sicher mitbestimmend für seinen späteren Werdegang als Serbokroatischlehrer, Balkanologe und Slavist.


Seit der Antike ist die südliche Steiermark eine historische, ethnographische und wohl auch sprachliche Schnittstelle: Hier verlief die Grenze der römischen Provinzen Noricum und Pannonien; im Frühmittelalter war dieses Gebiet Grenze bzw. Teil eines slavischen Herzogtums.
[3] Ljudewit regierte südlich davon. Es handelt sich hiebei um ein zwischen Drau und Save gelegenes Fürstentum, das sich im Jahre 819 gegen die fränkische Oberherrschaft auflehnte, wobei sich auch Teile der Karantaner Slaven anschlossen. Der Aufstand wurde jedoch 822 niedergeschlagen. Nach dem Tod Ljudewits wurde die fränkische Grafschaftsverfassung allmählich auf Karantanien übertragen. Im Gebiet zwischen Gnasbach und St. Veit am Vogau ist 891 eine Grafschaft der slavischen Dudleben urkundlich erwähnt.[4]


Ende des 9. - Anfang des 10. Jahrhunderts eroberten die Magyaren dieses Gebiet. Nach deren Niederlage gegen den deutschen König Otto den Großen im Jahre 955 errichtete dieser einen Markengürtel an der gesamten Ostgrenze seines Reiches: Im Südosten waren dies die Mark an der Drau, die Mark an der Sann und die Mark an der Mur. Letztere wurde marchia Carentana, bzw. marchia Transalpina, genannt. Otakar III. erweiterte das Territorium 1147 nach Süden. Südlich der Mur hieß die untere Karantanenmark nun die Mark hinter dem Drauwald oder Pettauer Mark. 1180 wurden diese Territorien sowie vier Grafschaften der Obersteiermark ein Herzogtum, das nach der Hauptburg der Traungauer und der alten Mark-Bezeichnung Steiermark genannt wurde. 1311 kam auch die ehemalige Mark an der Sann und später (vor 1482) das Gebiet von Windischgraz dazu. Diese Grenzen der Steiermark galten bis zum Ende des Ersten Weltkrieges.
[5] Mit der Grenzziehung 1919 fiel ca. ein Drittel des Territoriums der Steiermark südlich der Ortschaften Eibiswald, Arnfels und Leutschach bzw. südlich der Mur (die so genannte Untersteiermark) an das südslavische Königreich der Serben, Kroaten und Slowenen (SHS). Diese neue "Murgrenze" zerschnitt also ein gewachsenes Verkehrs- und Wirtschaftsgebiet allein unter Berufung auf die damalige sprachliche Situation, die - kurz skizziert - folgendermaßen entstanden war: Im oberen Ennstal begann mit der bairischen Kolonisierung ca. im 8. Jahrhundert das Deutsche die Sprache der slavischen (und möglicherweise vorslavischen[6]) Siedler zu überlagern und schließlich zu verdrängen. Diese Verschiebung der Sprachgrenze von Nordwest nach Südost ging sehr langsam vor sich. Sie ist in manchen Gebieten der Südsteiermark heute noch im Gange. Mündlich oder schriftlich überlieferte Personen-, Orts- und andere Kulturnamen, aber auch zahlreiche andere sprachliche Erscheinungen bezeugen die jahrhundertlange Koexistenz des deutschen und slavischen Elements in der ganzen Steiermark auch dort, wo die Bevölkerung längst nicht mehr slowenisch spricht. Andererseits gab es bis ins 20. Jahrhundert hinein auch südlich der Mur (im heutigen Slowenien) überwiegend deutsch besiedelte Gegenden, etwa das Abstaller Feld, die Heimat Josef Matls. Dieses Gebiet wurde erst im Juli 1920 von SHS-Truppen besetzt, nachdem die Grenzziehungskommission einem "Tausch" des Abstaller Beckens gegen das verkehrsstrategisch wichtigere Radkersburg und Umgebung nicht zugestimmt hatte. Kurz darauf räumten die SHS-Truppen Radkersburg und seine Umgebungsgemeinden am linksseitigen Murufer.[7] Die folgende politische Entwicklung, besonders jedoch der Zweite Weltkrieg, bewirkte einen starken Rückgang des deutschen Bevölkerungsanteils südlich der Mur durch Assimilierung, Abwanderung und Vertreibung.

 

Ein Bauer am akademischen Parkett


Josef Matl, Univ.-Prof., Slavist, Südosteuropaforscher und Kulturhistoriker, wurde am 10. März 1897 in Machersdorf, Gemeinde Schirmdorf in der Untersteiermark, geboren. In Abstal (heute Apače) besuchte er von 1903 bis 1908 die Volksschule, ab 1908 das humanistische Fürstbischöfliche Gymnasium ("Knabenseminar") in Graz, das er mit vorzeitiger Matura abschloss.



Josef Matl (ganz links) mit seinen Eltern und Geschwistern vor dem Geburtshaus in Machersdorf, ca. im Jahre 1910. Foto: Privatarchiv Dr. Fritz Matl



Anfang März 1915 rückte Josef Matl als Freiwilliger zum Gebirgsschützenregiment in Klagenfurt ein. Anfang Oktober kam er an die Front nach Galizien. Im Juli 1917 wurde er verwundet. Ende Juli 1919 wurde er in den nichtaktiven Stand versetzt. Schon während seines Lazarettaufenthalts begann Josef Matl zu studieren und inskribierte im Herbst 1917 an der philosophischen Fakultät der Universität Graz die Fächer Germanistik, Slavistik und Geschichte. Er legte im Frühjahr 1921 in Wien die Lehramtsprüfung für Serbokroatisch und Slowenisch ab und promovierte am 13. Mai desselben Jahres beim bekannten Slavisten Vatroslav Jagić und beim Historiker Hans Uebersberger an der Universität Wien zum Dr. phil. auf dem Gebiet Slavistik und osteuropäische Geschichte.


Von 1921 bis zu seiner Einberufung in die deutsche Wehrmacht 1939 unterrichtete Josef Matl an der Grazer Handelsakademie Serbokroatisch. 1924 veröffentlichte er ein Lehrbuch für Serbokroatisch. Neben der Unterrichtstätigkeit widmete er sich ab 1921 dem Studium der Slavistik und Geschichte sowie der Volkswirtschaft und Soziologie in Graz, habilitierte hier 1928 bei Heinrich Felix Schmid für slavische Philologie und erhielt 1935 als Privatdozent den Titel eines außerordentlichen Professors. Ab dem Wintersemester 1928/29 hielt Matl auch Lehrveranstaltungen an der Universität Graz ab, vorwiegend für die Bereiche slavische Literaturgeschichte, Slavistik und Osteuropaforschung, aber auch zu kulturhistorischen und sprachwissenschaftlichen Themen und zu Fragen der deutsch-slavischen Kulturbeziehungen.


Im September 1939 wurde Josef Matl als Hauptmann der Reserve beim Oberkommando der Wehrmacht zunächst der Abwehrnebenstelle Graz (1939/40), später den Abwehrstellen Wien (1940/41) und Sofia (1941) zugeteilt. Im Juni 1941 trat er bei der Abwehrstelle Belgrad seinen Dienst an. Hier war er für Informationen und Berichte aus dem Raum Serbien, seit 1943/44 auch aus Albanien und Italien zuständig. Nach einem Krankenurlaub im Herbst 1944 war Matl ab Jänner 1945 in einer Dienststelle in Meran (Italien) tätig. Im Frühjahr 1945 geriet er in britische Kriegsgefangenschaft, war dann im Lager Wolfsberg (Kärnten) in Haft und wurde im März 1947 aus der Gefangenschaft entlassen.


1948 übernahm er in Graz als außerordentlicher Professor die Leitung des Seminars für Slavische Philologie, des späteren Instituts für Slavistik und Südostforschung. 1954 in der gleichen Funktion zum ordentlichen Professor ernannt, blieb Josef Matl Ordinarius des Instituts für Slawistik an der Universität Graz bis zu seiner Emeritierung im Jahr 1968. In den Jahren 1956/57 war er Dekan der Geisteswissenschaftlichen Fakultät. Noch als Emeritus begleitete er die wissenschaftlichen Arbeiten seiner Studentinnen und Studenten, lehrte an der Universität Salzburg und unternahm eine Vortragsreise in die USA. Matl war Mitglied vieler in- und ausländischer wissenschaftlicher Gesellschaften, Inhaber des Österreichischen Ehrenkreuzes für Kunst und Wissenschaft und Träger militärischer Auszeichnungen beider Weltkriege. Die Aufarbeitung und Publizierung des von ihm bei der Wehrmacht gesammelten schriftlichen Materials, die Veröffentlichung einer vergleichenden historisch-sprachwissenschaftlichen Studie zu Schimpf- und Lobwörtern in den slavischen Sprachen
[8], sowie weitere wissenschaftliche Vorhaben konnte Josef Matl nicht mehr vollenden. Er starb am 12. Juni 1974 in Rottenmann (Obersteiermark), seine Grabstätte befindet sich am St. Peter-Stadtfriedhof in Graz.


Josef Matls publiziertes Lebenswerk umfasst über 200 Monografien, Aufsätze, annotierte Bibliografien und Beiträge in Sammelwerken, vorwiegend zum Thema deutsch-slavische Kulturbeziehungen, des weiteren zahlreiche Rezensionen, Anzeigen, Nekrologe und kleinere Artikel. Er publizierte hauptsächlich in deutscher, aber auch in serbokroatischer Sprache. Einige seiner Schriften wurden in andere Sprachen übersetzt. Sein temperamentvolles Auftreten bei Tagungen, sein unkonventioneller und packender Vortragsstil an der Universität, bei Exkursionen und in Radiosendungen motivierte viele seiner Studentinnen und Studenten zusätzlich zu selbständiger wissenschaftlicher Forschung und Lehre. Zwischen 1939 und 1973 betreute Matl insgesamt 52 Dissertationen als Erst- oder Zweitbegutachter.


Großteils unpublizierte Dokumente aus Josef Matls wissenschaftlicher Tätigkeit sowie die dazugehörige Korrespondenz werden im umfangreichen Nachlassteil (80 Kartons, 31 Ordner) am Institut für Slawistik der Karl-Franzens-Universität in Graz aufbewahrt. Ein kleinerer Nachlassteil (6 Kartons) mit Informationsdienstberichten, verschiedenen Schriftstücken und Notizen Matls sowie Dokumenten der Wehrmacht aus den Jahren 1939 - 1947 liegt im Steiermärkischen Landesarchiv in Graz auf ("Josef Matl", Bestandsnummer 200648). Unterlagen und Schriftverkehr zur Universitätslaufbahn Josef Matls befinden sich im Universitätsarchiv in Graz und im Archiv der Republik (Österreichisches Staatsarchiv) Wien.

 


 

Das wissenschaftliche Werk Josef Matls

 

Bereits Matls Dissertation Der Beginn des nationalen Schrifttums bei den oststeirischen Slovenen [der Windischen Büheln] (Wien 1921, nicht veröffentlicht) gibt die Richtung seiner späteren Schriften an, welche praktisch alle um das Thema deutsch-slavische Kulturbeziehungen kreisen.

 
Überblickt man die von Josef Matl behandelten Themen, zeigt sich ein sehr breites, interdisziplinäres Spektrum. Neben Arbeiten zur vergleichenden Literaturgeschichte widmete sich Matl der politischen, sozialen und Wirtschaftsgeschichte des südslavischen bzw. Balkanraumes. Hier ist seine Monographie Die Agrarreform in Jugoslavien (Berlin-Breslau 1927) zu nennen. Schon erwähnt wurde sein viel verwendetes Praktisches Lese- und Lehrbuch der serbokroatischen Sprache (Wien 1924).

 
Weitere Hauptwerke Josef Matls:

• Die Bedeutung der Universität Graz für die kulturelle Entwicklung des europäischen Südostens. In: Festschrift zur Feier des 350-jährigen Bestandes der Karl-Franzens-Universität zu Graz (1936)187-226.

• Zur Frage der semasiologisch-kulturhistorischen Erforschung der Lehn- und Fremdwörter im Slovenischen. In: Slavistična Revija 3(1950)313-320.

• Hölle und Höllenstrafen in den volksreligiösen Vorstellungen der Bulgaren und Serben. In: Veröffentlichungen des Instituts für Slawistik 8(1956)162-175 (= Vorträge auf der Berliner Slawistentagung, 11.-13. November 1954).

• Deutsche Lehn- und Fremdwörter in den südosteuropäischen Sprachen als volks- und kulturgeschichtliche Quelle. In: Südostdeutsches Archiv 1(1958)105-110.

Mathias Murkos Leistung und Bedeutung für die Südostforschung. In: Südostforschungen 20(1961)225-244.

• Europa und die Slaven, Wiesbaden 1964.

• Südslawische Studien, München 1965.

• Die Kultur der Südslawen, Frankfurt 1966. Nachdruck in: Studienausgaben zur Kulturgeschichte, Frankfurt [1973].

 
Ein umfassendes Josef Matl-Schriftenverzeichnis 1921-1973, bearbeitet von Frau Dr. Eleonore Ertl, wurde in der Gedenkschrift für Josef Matl (= Anzeiger für slavische Philologie IX/1977, S. 3-26) veröffentlicht.

 

'der Matl will Graz slavisieren'

 
Matl kehrte in allen seinen Arbeiten und Vorträgen immer wieder zu jenem Thema zurück, das ihn von Anfang an am meisten beschäftigte: das spannungsreiche Feld der deutsch-slowenischen Sprachgrenze. Da diesbezüglich bis dato einges über Matl, jedoch wenig von ihm gehört wurde, soll er im Folgenden ausführlicher selbst zu Wort kommen.

Vergleichen aus der Welt des Militärs nicht abgeneigt, beschrieb er seine Position in politischen, wissenschaftlichen und kulturell-ethnischen Auseinandersetzungen und Konflikten folgendermaßen:

 
Ich stand, obwohl ich aus einer bäuerlichen Grenzerfamilie stamme, in der es nie einen deutsch-slavischen Gegensatz gegeben hat, doch von meiner Gymnasialzeit, als ich begann mich mit dem Slovenischen zu beschäftigen, später, als ich im ersten Weltkrieg und dann im Lande selbst Serbokroatisch lernte und mich den slavistischen Studien widmete, ferner seit 1919 das Serbokroatische an der Bundeshandelsakademie einführte und unterrichtete, in einer Zweifrontenstellung, die eigentlich mein ganzes Leben bis in die Gegenwart weiter dauerte; das heißt, ich wurde einerseits von unseren heimischen chauvinistischen Deutschnationalen als angeblicher 'Slavophile' und 'Panslavist' angegriffen und suspekt gemacht ('der Matl will Graz slavisieren[']; Widerstand dieser Kreise gegen meine Habilitierung für slavische Philologie usw.); andererseits von slavischer Seite (seit J. Glonar in der Prager Presse als pangermanischer 'Kulturträger' und ähnliches). Ja es ist mir bei einer Arbeit schon Ende der 20er Jahre passiert, daß mir von kroatischer Seite vorgeworfen wurde, ich sei serbophil, von serbischer, ich sei kroatophil, von deutscher Seite ich sei ein Panslavist, von slavischer Seite ich sei germanophil.[9]

 
Tatsächlich stand Matl nicht nur in der Schusslinie kritischer Stimmen aus Jugoslawien und dem "Ostblock", die seinen Kriegsdienst im
Agramer Infanterieregiment 53 im ersten bzw. bei der Wehrmacht im zweiten Weltkrieg als Beleg für seine "monarchistische" bzw "reaktionäre" Natur ins Treffen führten, sondern er war auch Angriffen von "rechts" ausgesetzt. Dies belegt z. B. die Auseinandersetzung zwischen ihm und dem 'Kärntner Schulverein Südmark' Ende der 50er Jahre. Vertreter des letzteren warfen Matl unter anderem vor, bei seinem Vortrag über die Slowenen in Österreich (Herrenchiemsee, 29./30. April 1957) nicht zwischen 'Slowenen' und 'Windischen' unterschieden sowie es unterlassen zu haben, dagegen aufzutreten, dass in Österreich die Volksmehrheit einem Zwangsregieme [!] unterworfen und slowenisiert werden soll.[10]

 
In seiner Entgegnung schreibt Matl:

Wenn ich als wissenschaftlicher Fachmann mit der Verantwortung eines Professors für slawische Philologie an der Universität Ihre aus Aspekten des politischen Tageskampfes entstammende Zensur annehmen würde, müsste ich konsequenterweise das nächstemal, wenn ich z.B. über die kroatisch-serbische Frage und über Bosnien spreche (wie ich es vor eineinhalb Jahren in Salzburg zum grossen Aerger der Ustaschen-Kroaten getan habe), die verschiedenen kroatischen und serbischen politischen Gruppen gehorsamst fragen, was ich über die nationale Zugehörigkeit, z.B. Bosnien, sagen darf; oder wenn ich über die mazedonische Frage spreche, die Mazedonier, die Gross-Serben und die Gross-Bulgaren befragen; oder über die ukrainische Frage die nationalistischen Ukrainer und die Gross-Russen usw. usw. Finden Sie nicht, dass es eine Anmassung sondergleichen ist und eine Degradierung des wissenschaftlichen Menschen und Forschers unter die Aspekte der Tagespolitik, wenn Nicht-Fachleute einem Fachmann Lektionen erteilen wollen. Was würden Sie dazu sagen, wenn ich als Nicht-Ingenieur ohne Kenntnis der Statikgesetze einem Ingenieur eine Zensur erteilen würde, wie er die Tragpfeiler einer Brücke zu berechnen habe, oder einem Juristen, wie er einen Verwaltungs- oder Gerichtsakt zu bewerten oder zu behandeln habe? Nun ist es ja so, wenn es um die Probleme der Sprache, des Volkstums, der Nationalität geht, dann nimmt sich jeder heraus ohne gründliche Sach- und Fachkenntnisse es besser wissen zu wollen.
Ich habe also von dem, was ich in Herrenchiemsee vorgetragen und gesagt habe, gar nichts, aber schon gar nichts zu korrigieren.
[11]

 
In seinem Vortrag hatte Matl zur Frage das Verhältnis 'Windisch' - 'Slovenisch' wissenschaftlich beleuchtet. 1959 wurde er auch vom Österreichischen Statistischen Zentralamt um eine diesbezügliche Stellungnahme ersucht, in welcher er unter anderem schreibt:

 
1.) /.../ Die Bezeichnungen 'Windisch-Slovenisch' sind als[o] nur verschiedene Bezeichnungen für ein und dasselbe sprachliche Objekt, denn wenn man bei Windisch mehr an die mundartliche Umgangs- und Haussprache denkt, bei Slovenisch mehr an die Hochsprache, also an die Schrift- und Literatursprache, so handelt es sich nur um verschiedene Sprachschichten eines und desselben Sprachkörpers.
2.) Die Bezeichnung 'Windisch': Seit altersher bezeichnet man mit Windisch die den Deutschen benachbarte slavische Bevölkerung und ihre Lebensgebiete. /.../
3.) Im breiten Grenzraum der Untersteiermark (siehe 'Windische Bücheln') und in Kärnten bezeichnen sich die Slovenen selbst seit Jahrhunderten als Windische, ohne damit ein politisches Bekenntnis zu verbinden.
4.) Im Laufe der wachsenden Nationalitätenspannung des 19. Jahrhunderts in Steiermark, Kärnten und Krain (Kampf um die Einführung der Volks- bzw. Muttersprache in den Schulen und Ämtern usw.) wurde die Bezeichnung 'Windisch' aus politischen Zweckmäßigkeitsgründen verpolitisiert:
a) indem die Bezeichnung 'Windisch' im Munde der Deutschen pejorativ den Beigeschmack des Abfälligen, des sozial tiefer stehenden, Minderwertigen bekam; indem
b) eine politisch ethnische Unterscheidung zwischen Windischen und Slovenen konstruiert wurde. Dies war auch die offizielle These der Nazi-Politik in diesen Gebieten. Dies ist auch heute der Standpunkt, z.B. des Kärntner Schulvereins 'Südmark'.[12]


Und weiter:


Im breiteren Rahmen der Volkstumsproblematik gesehen, gibt es in Ostmitteleuropa (besonders Steiermark, Kärnten, Ungarn, nördliches und westliches Jugoslavien) grosse Gebiete, in denen die Volkstümer und ihre Grenzen nicht so klar profiliert sind; Gebiete, in denen wir durch Jahrhunderte die Erscheinungen des fließenden Volkstums, des Volkstumswechsels nicht nur als Einzelerscheinungen (durch Heirat oder sozialen oder beruflichen Aufstieg), sondern als Vorgänge antreffen, die die ethnische Zugehörigkeit ganzer Landschaften und ganzer Bevölkerungsschichten als fließende Prozesse bis in die Gegenwart hinein variabel gestalten. /.../ Alle diese Prozesse können eben nur soziologisch-biologisch als Integrations- oder Differenzierungsprozesse klar erkannt werden, nicht aber, wie es in der ganzen nationalistischen Presse und Publizistik der deutschen, ungarischen und slavischen, auch bei einem Teile unserer österreichischen üblich ist, nach nationalistischen Macht- und Prestigevorstellungen.
[13]

 
In diesem Schreiben polemisiert Matl auch gegen eine staatlicherseits vorgegebene Politik des "divide et impera" gegenüber der slowenischsprachigen Bevölkerung, die bereits in der Fragestellung der Volkszählung 1951 nach der 'Umgangssprache' deutlich wird: Deutsch-Slovenisch; Deutsch-Windisch; Slovenisch-Deutsch; Windisch-Deutsch usw. Alle diese Fälle, so Matl, konstatieren nur Zweisprachigkeit, nicht aber die volkstumsmäßige Zugehörigkeit.[14]

Und gegen Ende des Schreibens stellt Matl dem Statistischen Zentralamt die rhetorische Frage:

Was soll das heißen: Slovenisch, Windisch (6), Windisch, Slovenisch (9). Seit wann frägt man bei einem Wiener bei der Volkszählung, ob er Wienerisch oder Hochdeutsch kann oder spricht. /.../

Das Statistische Zentralamt steht vor der Wahl, entweder den im kärntnerischen und steirischen tagespolitischen Kampf mit reichlichem propagatorischen und pathetischen Aufwand konstruierten Dualismus von zwei angeblich verschiedenen ethnisch politischen Gruppen, den Windischen (also den Eindeutschungsreifen und -bereiten) und den Slovenen (also den ihrer ethnisch-kulturellen Zusammengehörigkeit voll Bewußten und nicht Eindeutschungsbereiten) zu legitimieren, oder sich nach der guten alten österreichischen statistischen Tradition eines Czoernig usw. um der Sachlichkeit Willen darüber zu erheben - und damit auch das Risiko übernehmen, das Mißfallen der chauvinistischen Tagespolitiker zu erregen.
[15]

 

Es muß vor allem die Geschichte europäisch gelehrt werden

 
Matl erntete für seine Beiträge einerseits Missfallen von den verschiedenen politischen Lagern, andererseits wurde seine Gegenkonzeption kaum wahrgenommen, die - aus heutiger Sicht - beinahe prophetisch klingt:

 
In der jüngeren österreichischen Generation macht man sich über das ganze Problem des Zusammenlebens der verschiedenen Völker in dem Donauraum keine Gedanken mehr, da erlebnismäßig diese Fragen des Zusammenlebens im Vielvölkerstaate nicht mehr existieren und man sich auf das heimatliche kleine Österreich und seine Probleme eingestellt hat und einstellt, der Eiserne Vorhang als die Scheidelinie zwischen zwei politischen und wirtschaftlichen Systemen als bestehende Realität gesehen wird. /.../


Nun zur Frage, was ist zu tun: Wir müssen in den Schulen und in der Publizistik in dem Geschichtsbewußtsein das Gemeinsame der Entwicklungsgrundlagen im Donau- und Karpatenraum, bei aller Pflege der eigenvölkischen Volkstumstradition in Sprache, Lied und Brauch, also die Tatsachen der Symbiose betonen, nicht aber die Wunden neu aufreißen, die sich die einzelnen Nationalitäten dieses Raumes im Laufe des letzten Jahrhunderts der überhitzten Nationalitätenstreitigkeiten (Deutsche-Tschechen, Deutsche-Madjaren, Madjaren-Slaven, Deutsche-Slovenen) gegenseitig zugefügt haben und damit neue Ressentiments lebendig machen. Es muß vor allem die Geschichte mitteleuropäisch und europäisch gelehrt werden, nicht aber deutsch-chauvinistisch, madjarisch-chauvinistisch, tschechisch- oder slovenisch-chauvinistisch. Man muß sich dabei begrifflich und geschichtlich klar werden, was die Wahrheit, was Friede und nationale Gerechtigkeit in diesem Raume bedeutet, nicht aber alte beliebte Phrasen herum werfen.


Ich persönlich habe versucht im Rahmen meiner fachlichen wissenschaftlichen Berufsarbeit die Kontakte - auch bei den bestehenden politischen konträren Anschauungen - mit Tschechen, Madjaren, Südslaven, Rumänen wieder aufzubauen und auch zwischen den Emigrantengruppen ausgleichend zu wirken. Es ist m.E. Sache der Wissenschaft und Kunst, auch in dieser Zeit der Ost-West-Trennung wenigstens das Gespräch offen zu halten. Vielleicht kommt einmal die Stunde, daß an die Stelle des heutigen Dualismus der politischen Systeme und Anschauungen doch wieder ein Zusammenleben in einem gemeinsamen föderativen Europa der Völker erwächst.
[16]

 

 

Die "Matl-Schule"

 
Lang ist die Liste seiner Studentinnen und Studenten, sodass man zu Recht von einer "Matl-Schule" sprechen kann. So stand Josef Matl als Professor und Dissertationsbetreuer für den wissenschaftlichen und beruflichen Werdegang folgender Persönlichkeiten Pate:

Valentin Inzko, Harald Jaksche, Helmut Kettenbach, Anneliese Lägreid, Erich Prunč, Herbert Schelesniker, Herbert Trathnigg, Sigrid Darinka Völkl, France Vrbinc, Paul Zablatnik und andere.

 
Josef Matl hat sich aber auch sehr für einen Diskurs und für die Zusammenarbeit von Slavisten und Historikern aller europäischer Länder eingesetzt, und durchbrach so auf der Ebene des wissenschaftlichen und kulturellen Austauschs den "Eisernen Vorhang" - bereits zu Zeiten, als dieser für die meisten anderen universitären und staatlichen Einrichtungen noch eine unüberbrückbare Barriere darstellte. Hier ist sein emsiges Zusammentragen von Material f
ür seine lexikalischen Studien zu nennen, wofür er seine Kontakte zu bulgarischen, tschechoslowakischen, aber auch zu Kollegen und Gewährsmännern außerhalb der slavischsprachigen Länder (Deutschland, Rumänien, Ungarn, Türkei etc.) nutzte. Zu vielen jugoslawischen und russischen Forschern und Kulturschaffenden stand er in persönlichem Kontakt, so z.B. zum slowenischen Literaturwissenschaftler Anton Slodnjak, zum Bildhauer Ivan Mestrović oder zum russischen Sänger und Schriftsteller Bulat Okudžava, der auf Matls Einladung Anfang der sechziger Jahre in Graz zu Gast war.

 

 

Hüben wie drüben: Praktisch vergessen

 
Man könnte also annehmen, dass Josef Matl in der heutigen internationalen bzw. Südslavistik und Wissenschaftsgeschichte einen seiner Bedeutung entsprechenden Platz einnimmt, wie z.B. seine Vorgänger und Landsmänner Franz Miklosich und Matthias Murko. Dass dem nicht so ist, muss wohl auf die Ungunst der Zeiten und auf die politischen Brüche in Österreich und Jugoslawien in den vergangenen 100 Jahren zurückgeführt werden. Das Oevre Josef Matls ist - weil "österreichischer" Slavist deutscher Muttersprache - in den südslavischen Geistes- und Kulturwissenschaften kaum bekannt. So finden sich etwa in der Laibacher National- und Universitätsbibliothek gerade 4 dünne Heftchen (Sonderdrucke) von Matl. Mit umgekehrten Vorzeichen teilt er damit das Schicksal des "slowenischen" Philosophen Franz Weber, der - aus Oberradkersburg stammend - seine akademische Laufbahn bei Alexius Meinong in Graz begann, seit seiner Übernahme des Lehrstuhls in Ljubljana 1920 jedoch nur mehr slowenisch lehrte und publizierte. Auch er ist im Wissenschaftsbetrieb der "anderen" Sprache und Kultur wenig bekannt, nur bruchstückhaft übersetzt und praktisch nicht rezipiert.


Das Beispiel dieser zwei "Untersteirer" zeigt: Das Gewachsensein an der deutsch-slavischen Volkstums- und Sprachgrenze (Matl) kann unter bestimmten politischen Konstellationen dazu führen, in einem "zwischensprachlichen Vakuum" förmlich zu verschwinden. Auch die heutige Entwicklung zu einem "vereinten" Europa ist weit davon entfernt dazu beizutragen, diese "inter-kulturellen" Leerstellen zu entdecken und auszuleuchten.


Dabei sind gerade die Initiativen Matls zu einer sprachlichen, kulturellen und politischen EU-"Osterweiterung", wie sie in seinen Korrespondenzen, Vorträgen und Schriften ausführlich dokumentiert sind, von hoher Aktualität und Brisanz.

 
Michael Reichmayr

 
Der Autor dieses Artikels ist Übersetzer für Slowenisch und arbeitet an einer Dissertation über die Rolle und Bedeutung Josef Matls in der österreichischen und internationalen Slavistik und Südosteuropakunde.

 


[1] Josef Matl, Gedanken eines Österreichers über das Zusammenleben der Völker im Donau- und Karpatenraum, verfasst im Sommer 1962 (Wissenschaftlicher Nachlassteil am Institut für Slawistik der Universität Graz. In: Josef Matl, Sonderband "Arbeiten ab 1963", S. 151 - 175 (unpubliziert); vgl. die englische Übersetzung Ideas of an Austrian on the Coexistence of Nations in the Danubian and Carpathian Basin. In: Studies for a New Central Europe (ed. The Mid-European Research Institute, Cleveland, Ohio) 1(1963)28-33; dass. auch im Internet: www.hungary.com/corvinus/lib/wagner/wagner06.htm.

[2] Dieses "Schicksal" einer de-facto-zweisprachigen Kindheit teilt Josef Matl mit weiteren Prominenten dieser Region, etwa dem Slavisten Franz Miklosich (geb. 1813 in Luttenberg/Ljutomer, † 1891) oder dem Philosophen Franz Weber (= France Veber, geb. 1890 in Oberradkersburg/Gornja Radgona, † 1975).

[3] Mit der Einwanderung der Awaren und Slaven in dieses Gebiet wurde hier das župen- (duces-) System auf eine schon bestehenden Infrastruktur der antiken Vorläufergesellschaft übertragen. Ein župan, eine ursprünglich awarische Bezeichnung, ist der oberste Verwaltungsbeamte, der die awarische Oberherrschaft vertrat und versinnbildlichte, ohne selbst dem awarischen Stammesverband angehören zu müssen. Die allerdings in den Geschichtsbüchern als Fürstentum Karantanien beschrieben wird, war wohl kein zentral regiertes Großreich, sondern setzte sich aus mehr oder weniger selbständigen civitates zusammen. Im 8. Jahrhundert war Karantanien territorial vermutlich überhaupt auf das Kernland des heutigen Kärnten beschränkt und hatte zu den benachbarten Herrschaftsgebieten (Carnolia, Liburnia sowie ein Fürstentum im Raum des ehemals rämischen Flavia Solva) eher lose Beziehungen. Siehe:Andrej Pleterski, Mateja Belak, ZBIVA. Cerkve v vzhodnih Alpah od 8. do 10. stoletja. In: Zgodovinski časopis 49(1995)19-43; Jože Dežman, Karantanski Rašamon ali mit pred mitom [Interview mit dem slowenischen Historiker Andrej Pleterski]. In: Delo, Ljubljana, 24.05.1997, S.36. Vgl. auch Herwig Wolfram, Ethnogenesen im frühmittelalterlichen Donau- und Ostalpenraum (6. bis 10. Jahrhundert). In: Helmut Beumann, Werner Schröder (Hrsg.), Frühmittelalterliche Ethnogenese im Alpenraum, Sigmaringen 1985, S. 97-151; ders., Conversio Bagoariorum et Carantanorum. Das Weißbuch der Salzburger Kirche über die erfolgreiche Mission in Karantanien und Pannonien, Wien-Köln-Graz 1979.

[4]  Jos[ip] Mal, Probleme aus der Frühgeschichte der Slowenen, Ljubljana 1939; Walter Brunner, Die Steiermark im Frühmittelalter (6.-10. Jahrhundert). In: Gerhard Pferschy, Peter Krenn (Hrsg.), Die Steiermark. Brücke und Bollwerk. Ausstellungskatalog der Landesausstellung 1986, Schloss Herberstein (= Veröffentlichungen des Steiermärkischen Landesarchivs, Band 16), Graz 1986, S. 36f.

[5] Vgl. Fritz Posch, Die Entstehung des Landes Steiermark. In: Gerhard Pferschy, Peter Krenn (Hrsg.), Die Steiermark. Brücke und Bollwerk, Graz 1986, S.50-53.

[6] Über die sprachliche Gemengelage der vorslavischen Bevölkerung ist wenig bekannt.

[7]  Joseph F. Desput, Die neuen Grenzen 1918-1921. Außen- und innenpolitische Aspekte. In: Gerhard Pferschy, Peter Krenn (Hrsg.), Die Steiermark. Brücke und Bollwerk, Graz 1986, S.443f.

[8] Den Nachlassteil aus den Kriegsjahren 1939-1945 hat Matl noch zu Lebzeiten dem Steiermärkischen Landesarchiv vermacht; er ist bis heute unbearbeitet geblieben. Zum Thema Schimpfwörter veröffentlichte er lediglich Einige Bemerkungen zur semasiologischen Pejoration und Melioration in den slavischen Sprachen. In: Studien zur Sprachwissenschaft und Kulturkunde. Gedenkschrift für Wilhelm Brandenstein (1898-1967), Innsbruck 1968, S.93-101. (= Innsbrucker Beiträge zur Kulturwissenschaft, Bd.14).

[9] Josef Matl in einem persönlichen Dankschreiben für eine 'wohlgesinnte Rezension' an den Slavisten Frank Wollman, Graz, 19. 12. 1966. Aus: wissenschaftlicher Nachlassteil am Institut für Slawistik der Universität Graz, Korrespondenz 3, T-Z, Buchst. W (Hervorhebg. Matl).

[10] Aus einem Antwortschreiben von Dr. V. Miltschinsky, Wien, an Josef Matl, Wien, 11. Juli 1957. Alle Zitate dieses Briefwechsels aus: Josef Matl, Sonderband "Arbeiten 1957-1959" (nicht veröffentlicht), Nr.18.

[11] Schreiben von Josef Matl, Leiter des Seminars für Slavische Philologie und Dekan der Philosophischen Fakultät der Universität Graz, an den Kärntner Schulverein Südmark, Graz, den 3. Juni 1957; siehe Fußn. 10.

[12] Josef Matl, Stellungnahme an das Österreichische Statistische Zentralamt, Bezug: do.Zl. 507-1/59 vom 24. 2. 1959, Graz, den 9. 3. 1959. (Wissenschaflticher Nachlassteil am Institut für Slawistik der Universität Graz, Karton C 76), S.1f.

[13] Ebd., S.3.

[14] Ebd., S.4.

[15] Ebd., S. 4f.

[16] Siehe Fußn. 1.