Signal
2001
01
Vorwort
02
Portrait Josef Matl
03
Die Deutschen in Slowenien 1918-1941
04
Die Stajerc-Partei in den Jahren 1914-1918
05
Die neuen Nachbarn
06
Steirer und Stajrer - Ein Sprachenfest
|
Ein
Porträt des Slavisten und Balkanologen Josef Matl (1897–1974
Panslavist,
germanophil
In
diesem Beitrag geht es darum, einen zu Unrecht fast vergessenen
"Untersteirer" vorzustellen. Dabei wird Matls Herkunft als bestimmend
für sein dauerndes Interesse an den Problemen der Germanoslavica
beschrieben, der wissenschaftliche Schwerpunkt des Genannten
skizziert, seine Hauptwerke und einige seiner Schüler und Nachfolger
genannt.
Da es schwierig ist, alle Lebensabschnitte einer so schillernden Persönlichkeit
wie Matl (siehe Foto) es war, darzustellen, wird der Schwerpunkt auf seine
wissenschaftliche Tätigkeit nach dem 2. Weltkrieg gelegt. Hier kommt
der österreichische Slavist und Balkanforscher zu heute noch
aktuellen Fragen des Zusammenlebens von deutsch- und
slowenischsprachigen Menschen selbst zu Wort. Mit der Frage, warum
Matls wissenschaftliches Oevre trotz seines beachtlichen Umfangs und
seiner Aktualität heute kaum mehr eine Rolle im internationalen und
interdisziplinären akademischen Diskurs spielt, schließt dieses
kurze Porträt Josef Matls. Zunächst jedoch einige Erläuterungen zur
Geschichte seiner Heimatregion.
Kurzbiographie
|
10.
März 1897 |
Geboren
in Machersdorf (heute Slowenien: Mahovci), Gemeinde Schirmdorf
(Črnci),
Bezirk Radkersburg, ehem. Untersteiermark (Abstaller Becken) |
|
1916 |
Matura
am Fürstbischöflichen Gymnasium in Graz |
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1915-1917 |
Kriegsdienst,
Verwundung
Beginn
des Studiums der Slavistik und Germanistik in Graz und Wien |
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1921 |
Promotion
zum Dr. phil. in Wien |
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1928 |
Habilitation
für das Fach Slavische Philologie an der Universität Graz |
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1939-1945 |
Militärdienst
am Balkan |
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1948-1968 |
Vorstand
des Seminars für Slavische Philologie (später: Institut für
Slawistik und Südostforschung) der Universität Graz |
|
12.
Juni 1974 |
Gestorben
in Rottenmann/Obersteiermark |
Gewachsensein
an der Sprachgrenze
Der
Geburtsort Josef Matls, Machersdorf, liegt im Abstaller Feld, zwei
Kilometer südlich der Mur, zwischen Mureck und Radkersburg in der
Steiermark. Heute liegt die Ortschaft in der Republik Slowenien und
heißt Mahovci (Gemeinde Schirmdorf, slowenisch Črnci). Im Jahr
1897 geboren, erlebte Matl seine "Heimat an der steirischen
deutsch-slovenischen-ungarischen Sprach- und Volksgrenze noch in der
Österreichisch-ungarischen Monarchie; also in dem Raum, wo die Mur
das deutsche Ostalpenvorland verläßt und in die ungarische
pannonische Tiefebene übergeht".[1]
Matl selbst wies immer wieder darauf hin, dass er aus einer
deutschsprachigen Bauernfamilie stammt und im Spannungsfeld zweier
Sprachen aufwuchs.
Ihm war die slowenische Sprache also von Kind an vertraut und dieser
Umstand war sicher mitbestimmend für seinen späteren Werdegang als
Serbokroatischlehrer, Balkanologe und Slavist.
Seit der Antike ist die südliche Steiermark eine historische,
ethnographische und wohl auch sprachliche Schnittstelle: Hier verlief
die Grenze der römischen Provinzen Noricum und Pannonien; im Frühmittelalter
war dieses Gebiet Grenze bzw. Teil eines slavischen Herzogtums.[3]
Ljudewit regierte südlich davon. Es handelt sich hiebei um ein
zwischen Drau und Save gelegenes Fürstentum, das sich im Jahre 819
gegen die fränkische Oberherrschaft auflehnte, wobei sich auch Teile
der Karantaner Slaven anschlossen. Der Aufstand wurde jedoch 822
niedergeschlagen. Nach dem Tod Ljudewits wurde die fränkische
Grafschaftsverfassung allmählich auf Karantanien übertragen. Im
Gebiet zwischen Gnasbach und St. Veit am Vogau ist 891 eine Grafschaft
der slavischen Dudleben urkundlich erwähnt.[4]
Ende des 9. - Anfang des 10. Jahrhunderts eroberten die Magyaren
dieses Gebiet. Nach deren Niederlage gegen den deutschen König Otto
den Großen im Jahre 955 errichtete dieser einen Markengürtel an der
gesamten Ostgrenze seines Reiches: Im Südosten waren dies die Mark an
der Drau, die Mark an der Sann und die Mark an der Mur. Letztere wurde
marchia Carentana, bzw. marchia
Transalpina, genannt. Otakar III. erweiterte das Territorium 1147
nach Süden. Südlich der Mur hieß die untere Karantanenmark nun die Mark
hinter dem Drauwald oder Pettauer
Mark. 1180 wurden diese Territorien sowie vier Grafschaften der
Obersteiermark ein Herzogtum, das nach der Hauptburg der Traungauer
und der alten Mark-Bezeichnung Steiermark
genannt wurde. 1311 kam auch die ehemalige Mark an der Sann und später
(vor 1482) das Gebiet von Windischgraz dazu. Diese Grenzen der
Steiermark galten bis zum Ende des Ersten Weltkrieges.[5]
Mit
der Grenzziehung 1919 fiel ca. ein Drittel des Territoriums der
Steiermark südlich der Ortschaften Eibiswald, Arnfels und Leutschach
bzw. südlich der Mur (die so genannte Untersteiermark)
an das südslavische Königreich der Serben, Kroaten und Slowenen
(SHS). Diese neue "Murgrenze" zerschnitt also ein
gewachsenes Verkehrs- und Wirtschaftsgebiet allein unter Berufung auf
die damalige sprachliche Situation, die - kurz skizziert - folgendermaßen
entstanden war: Im oberen Ennstal begann mit der bairischen
Kolonisierung ca. im 8. Jahrhundert das Deutsche die Sprache der
slavischen (und möglicherweise vorslavischen[6])
Siedler
zu überlagern und schließlich zu verdrängen. Diese Verschiebung der
Sprachgrenze von Nordwest nach Südost ging sehr langsam vor sich. Sie
ist in manchen Gebieten der Südsteiermark heute noch im Gange. Mündlich
oder schriftlich überlieferte Personen-, Orts- und andere
Kulturnamen, aber auch zahlreiche andere sprachliche Erscheinungen
bezeugen die jahrhundertlange Koexistenz des deutschen und slavischen
Elements in der ganzen Steiermark auch dort, wo die Bevölkerung längst
nicht mehr slowenisch spricht. Andererseits gab es bis ins 20.
Jahrhundert hinein auch südlich der Mur (im heutigen Slowenien) überwiegend
deutsch besiedelte Gegenden, etwa das Abstaller
Feld, die Heimat Josef Matls. Dieses Gebiet wurde erst im Juli
1920 von SHS-Truppen besetzt, nachdem die Grenzziehungskommission
einem "Tausch" des Abstaller Beckens gegen das
verkehrsstrategisch wichtigere Radkersburg und Umgebung nicht
zugestimmt hatte. Kurz darauf räumten die SHS-Truppen Radkersburg und
seine Umgebungsgemeinden am linksseitigen Murufer.[7]
Die folgende politische Entwicklung, besonders jedoch der Zweite
Weltkrieg, bewirkte einen starken Rückgang des deutschen Bevölkerungsanteils
südlich der Mur durch Assimilierung, Abwanderung und Vertreibung.
Ein
Bauer am akademischen Parkett
Josef Matl, Univ.-Prof., Slavist, Südosteuropaforscher
und Kulturhistoriker, wurde am 10. März 1897 in Machersdorf, Gemeinde
Schirmdorf in der Untersteiermark, geboren. In Abstal (heute Apače)
besuchte er von 1903 bis 1908 die Volksschule,
ab 1908 das humanistische Fürstbischöfliche Gymnasium
("Knabenseminar") in Graz, das er mit vorzeitiger Matura
abschloss.

Josef
Matl (ganz links) mit seinen Eltern und Geschwistern vor dem
Geburtshaus in Machersdorf, ca. im Jahre 1910. Foto: Privatarchiv Dr.
Fritz Matl
Anfang März
1915 rückte Josef Matl als Freiwilliger zum Gebirgsschützenregiment
in Klagenfurt ein. Anfang Oktober kam er an die Front nach Galizien.
Im Juli 1917 wurde er verwundet. Ende Juli 1919 wurde er in den
nichtaktiven Stand versetzt. Schon während seines Lazarettaufenthalts
begann Josef Matl zu studieren und inskribierte im Herbst 1917 an der
philosophischen Fakultät der Universität Graz die Fächer
Germanistik, Slavistik und Geschichte. Er legte im Frühjahr 1921 in
Wien die Lehramtsprüfung für Serbokroatisch und Slowenisch ab und
promovierte am 13. Mai desselben Jahres beim bekannten Slavisten
Vatroslav Jagić und beim Historiker Hans Uebersberger an der
Universität Wien zum Dr. phil. auf dem Gebiet Slavistik und osteuropäische
Geschichte.
Von 1921 bis zu seiner Einberufung in die deutsche Wehrmacht 1939
unterrichtete Josef Matl an der Grazer Handelsakademie Serbokroatisch.
1924 veröffentlichte er ein Lehrbuch für Serbokroatisch. Neben der
Unterrichtstätigkeit widmete er sich ab 1921 dem Studium der
Slavistik und Geschichte sowie der Volkswirtschaft und Soziologie in
Graz, habilitierte hier 1928 bei Heinrich Felix Schmid für slavische
Philologie und erhielt 1935 als Privatdozent den Titel eines außerordentlichen
Professors. Ab dem Wintersemester 1928/29 hielt Matl auch
Lehrveranstaltungen an der Universität Graz ab, vorwiegend für die
Bereiche slavische Literaturgeschichte, Slavistik und
Osteuropaforschung, aber auch zu kulturhistorischen und
sprachwissenschaftlichen Themen und zu Fragen der deutsch-slavischen
Kulturbeziehungen.
Im September 1939 wurde Josef Matl als Hauptmann der Reserve beim
Oberkommando der Wehrmacht zunächst der Abwehrnebenstelle Graz
(1939/40), später den Abwehrstellen Wien (1940/41) und Sofia (1941)
zugeteilt. Im Juni 1941 trat er bei der Abwehrstelle Belgrad seinen
Dienst an. Hier war er für Informationen und Berichte aus dem Raum
Serbien, seit 1943/44 auch aus Albanien und Italien zuständig. Nach
einem Krankenurlaub im Herbst 1944 war Matl ab Jänner 1945 in einer
Dienststelle in Meran (Italien) tätig. Im Frühjahr 1945 geriet er in
britische Kriegsgefangenschaft, war dann im Lager Wolfsberg (Kärnten)
in Haft und wurde im März 1947 aus der Gefangenschaft entlassen.
1948 übernahm er in Graz als außerordentlicher Professor die Leitung
des Seminars für Slavische Philologie, des späteren Instituts für
Slavistik und Südostforschung. 1954 in der gleichen Funktion zum
ordentlichen Professor ernannt, blieb Josef Matl Ordinarius des
Instituts für Slawistik an der Universität Graz bis zu seiner
Emeritierung im Jahr 1968. In den Jahren 1956/57 war er Dekan der
Geisteswissenschaftlichen Fakultät. Noch als Emeritus begleitete er
die wissenschaftlichen Arbeiten seiner Studentinnen und Studenten,
lehrte an der Universität Salzburg und unternahm eine Vortragsreise
in die USA. Matl war Mitglied vieler in- und ausländischer
wissenschaftlicher Gesellschaften, Inhaber des Österreichischen
Ehrenkreuzes für Kunst und Wissenschaft und Träger militärischer
Auszeichnungen beider Weltkriege. Die Aufarbeitung und Publizierung
des von ihm bei der Wehrmacht gesammelten schriftlichen Materials, die
Veröffentlichung einer vergleichenden
historisch-sprachwissenschaftlichen Studie zu Schimpf- und Lobwörtern
in den slavischen Sprachen,
sowie weitere wissenschaftliche Vorhaben konnte Josef Matl nicht mehr
vollenden. Er starb am 12. Juni 1974 in Rottenmann (Obersteiermark),
seine Grabstätte befindet sich am St. Peter-Stadtfriedhof in Graz.
Josef Matls publiziertes Lebenswerk umfasst über 200 Monografien,
Aufsätze, annotierte Bibliografien und Beiträge in Sammelwerken,
vorwiegend zum Thema deutsch-slavische Kulturbeziehungen, des weiteren
zahlreiche Rezensionen, Anzeigen, Nekrologe und kleinere Artikel. Er
publizierte hauptsächlich in deutscher, aber auch in serbokroatischer
Sprache. Einige seiner Schriften wurden in andere Sprachen übersetzt.
Sein temperamentvolles Auftreten bei Tagungen, sein unkonventioneller
und packender Vortragsstil an der Universität, bei Exkursionen und in
Radiosendungen motivierte viele seiner Studentinnen und Studenten zusätzlich
zu selbständiger wissenschaftlicher Forschung und Lehre. Zwischen
1939 und 1973 betreute Matl insgesamt 52 Dissertationen als Erst- oder
Zweitbegutachter.
Großteils unpublizierte Dokumente aus Josef Matls wissenschaftlicher
Tätigkeit sowie die dazugehörige Korrespondenz werden im
umfangreichen Nachlassteil (80 Kartons, 31 Ordner) am Institut für
Slawistik der Karl-Franzens-Universität in Graz aufbewahrt. Ein
kleinerer Nachlassteil (6 Kartons) mit Informationsdienstberichten,
verschiedenen Schriftstücken und Notizen Matls sowie Dokumenten der
Wehrmacht aus den Jahren 1939 - 1947 liegt im Steiermärkischen
Landesarchiv in Graz auf ("Josef Matl", Bestandsnummer 200648). Unterlagen und
Schriftverkehr zur Universitätslaufbahn Josef Matls befinden sich im
Universitätsarchiv in Graz und im Archiv der Republik (Österreichisches
Staatsarchiv) Wien.
Das
wissenschaftliche Werk Josef Matls
Bereits
Matls Dissertation Der Beginn
des nationalen Schrifttums bei den oststeirischen Slovenen [der
Windischen Büheln] (Wien 1921, nicht veröffentlicht) gibt die
Richtung seiner späteren Schriften an, welche praktisch alle um das
Thema deutsch-slavische Kulturbeziehungen kreisen.
Überblickt
man die von Josef Matl behandelten Themen, zeigt sich ein sehr
breites, interdisziplinäres Spektrum. Neben Arbeiten zur
vergleichenden Literaturgeschichte widmete sich Matl der politischen,
sozialen und Wirtschaftsgeschichte des südslavischen bzw.
Balkanraumes. Hier ist seine Monographie Die
Agrarreform in Jugoslavien (Berlin-Breslau 1927) zu nennen. Schon
erwähnt wurde sein viel verwendetes Praktisches
Lese- und Lehrbuch der serbokroatischen Sprache (Wien 1924).
Weitere
Hauptwerke Josef Matls:
•
Die Bedeutung der Universität Graz für die kulturelle Entwicklung
des europäischen Südostens.
In: Festschrift zur Feier des 350-jährigen Bestandes der
Karl-Franzens-Universität zu Graz (1936)187-226.
•
Zur Frage der semasiologisch-kulturhistorischen Erforschung der Lehn-
und Fremdwörter im Slovenischen.
In: Slavistična
Revija 3(1950)313-320.
•
Hölle und Höllenstrafen in den volksreligiösen Vorstellungen der
Bulgaren und Serben. In:
Veröffentlichungen des Instituts für Slawistik 8(1956)162-175 (=
Vorträge auf der Berliner Slawistentagung, 11.-13. November 1954).
•
Deutsche Lehn- und Fremdwörter in den südosteuropäischen Sprachen
als volks- und kulturgeschichtliche Quelle.
In: Südostdeutsches Archiv 1(1958)105-110.
•
Mathias Murkos Leistung und
Bedeutung für die Südostforschung. In: Südostforschungen
20(1961)225-244.
•
Europa und die Slaven,
Wiesbaden 1964.
•
Südslawische Studien,
München 1965.
•
Die Kultur der Südslawen,
Frankfurt 1966. Nachdruck in: Studienausgaben zur Kulturgeschichte,
Frankfurt [1973].
Ein
umfassendes Josef Matl-Schriftenverzeichnis
1921-1973, bearbeitet von Frau Dr. Eleonore Ertl, wurde in der Gedenkschrift für Josef Matl (=
Anzeiger für slavische Philologie IX/1977, S. 3-26) veröffentlicht.
'der
Matl will Graz slavisieren'
Matl
kehrte in allen seinen Arbeiten und Vorträgen immer wieder zu jenem
Thema zurück, das ihn von Anfang an am meisten beschäftigte: das
spannungsreiche Feld der deutsch-slowenischen Sprachgrenze. Da diesbezüglich
bis dato einges über Matl, jedoch wenig von
ihm gehört wurde, soll er im Folgenden ausführlicher selbst zu Wort
kommen.
Vergleichen
aus der Welt des Militärs nicht abgeneigt, beschrieb er seine
Position in politischen, wissenschaftlichen und kulturell-ethnischen
Auseinandersetzungen und Konflikten folgendermaßen:
Ich stand, obwohl ich aus
einer bäuerlichen Grenzerfamilie stamme, in der es nie einen
deutsch-slavischen Gegensatz gegeben hat, doch von meiner
Gymnasialzeit, als ich begann mich mit dem Slovenischen zu beschäftigen,
später, als ich im ersten Weltkrieg und dann im Lande selbst
Serbokroatisch lernte und mich den slavistischen Studien widmete,
ferner seit 1919 das Serbokroatische an der Bundeshandelsakademie einführte
und unterrichtete, in einer Zweifrontenstellung, die eigentlich
mein ganzes Leben bis in die Gegenwart weiter dauerte; das heißt, ich
wurde einerseits von unseren heimischen chauvinistischen
Deutschnationalen als angeblicher 'Slavophile' und 'Panslavist'
angegriffen und suspekt gemacht ('der Matl will Graz slavisieren['];
Widerstand dieser Kreise gegen meine Habilitierung für slavische
Philologie usw.); andererseits von slavischer Seite (seit J. Glonar in
der Prager Presse als pangermanischer 'Kulturträger' und ähnliches).
Ja es ist mir bei einer Arbeit schon Ende der 20er Jahre passiert, daß
mir von kroatischer Seite vorgeworfen wurde, ich sei serbophil, von
serbischer, ich sei kroatophil, von deutscher Seite ich sei ein
Panslavist, von slavischer Seite ich sei germanophil.[9]
Tatsächlich
stand Matl nicht nur in der Schusslinie kritischer Stimmen aus
Jugoslawien und dem "Ostblock", die seinen Kriegsdienst im Agramer
Infanterieregiment 53 im ersten
bzw. bei der Wehrmacht im zweiten Weltkrieg als Beleg für seine
"monarchistische" bzw "reaktionäre" Natur ins
Treffen führten, sondern er war auch Angriffen von "rechts"
ausgesetzt. Dies belegt z. B. die Auseinandersetzung zwischen ihm und
dem 'Kärntner Schulverein Südmark' Ende der 50er Jahre. Vertreter
des letzteren warfen Matl unter anderem vor, bei seinem Vortrag über
die Slowenen in Österreich (Herrenchiemsee, 29./30. April 1957) nicht
zwischen 'Slowenen' und 'Windischen' unterschieden sowie es
unterlassen zu haben, dagegen aufzutreten, dass in Österreich die Volksmehrheit einem Zwangsregieme [!] unterworfen und slowenisiert
werden soll.[10]
In
seiner Entgegnung schreibt Matl:
Wenn ich als
wissenschaftlicher Fachmann mit der Verantwortung eines Professors für
slawische Philologie an der Universität Ihre aus Aspekten des
politischen Tageskampfes entstammende Zensur annehmen würde, müsste
ich konsequenterweise das nächstemal, wenn ich z.B. über die
kroatisch-serbische Frage und über Bosnien spreche (wie ich es vor
eineinhalb Jahren in Salzburg zum grossen Aerger der Ustaschen-Kroaten
getan habe), die verschiedenen kroatischen und serbischen politischen
Gruppen gehorsamst fragen, was ich über die nationale Zugehörigkeit,
z.B. Bosnien, sagen darf; oder wenn ich über die mazedonische Frage
spreche, die Mazedonier, die Gross-Serben und die Gross-Bulgaren
befragen; oder über die ukrainische Frage die nationalistischen
Ukrainer und die Gross-Russen usw. usw. Finden Sie nicht, dass es eine
Anmassung sondergleichen ist und eine Degradierung des
wissenschaftlichen Menschen und Forschers unter die Aspekte der
Tagespolitik, wenn Nicht-Fachleute einem Fachmann Lektionen erteilen
wollen. Was würden Sie dazu sagen, wenn ich als Nicht-Ingenieur ohne
Kenntnis der Statikgesetze einem Ingenieur eine Zensur erteilen würde,
wie er die Tragpfeiler einer Brücke zu berechnen habe, oder einem
Juristen, wie er einen Verwaltungs- oder Gerichtsakt zu bewerten oder
zu behandeln habe? Nun ist es ja so, wenn es um die Probleme der
Sprache, des Volkstums, der Nationalität geht, dann nimmt sich jeder
heraus ohne gründliche Sach- und Fachkenntnisse es besser wissen zu
wollen.
Ich habe also von dem, was ich in Herrenchiemsee vorgetragen und
gesagt habe, gar nichts, aber schon gar nichts zu korrigieren.[11]
In
seinem Vortrag hatte Matl zur Frage das Verhältnis 'Windisch' - 'Slovenisch'
wissenschaftlich beleuchtet. 1959 wurde er auch vom Österreichischen
Statistischen Zentralamt um eine diesbezügliche Stellungnahme
ersucht, in welcher er unter anderem schreibt:
1.)
/.../ Die Bezeichnungen 'Windisch-Slovenisch' sind als[o] nur
verschiedene Bezeichnungen für ein und dasselbe sprachliche Objekt,
denn wenn man bei Windisch mehr an die mundartliche Umgangs- und
Haussprache denkt, bei Slovenisch mehr an die Hochsprache, also an die
Schrift- und Literatursprache, so handelt es sich nur um verschiedene
Sprachschichten eines und desselben Sprachkörpers.
2.) Die Bezeichnung 'Windisch': Seit altersher bezeichnet man mit
Windisch die den Deutschen benachbarte slavische Bevölkerung und ihre
Lebensgebiete. /.../
3.) Im breiten Grenzraum der Untersteiermark (siehe 'Windische Bücheln')
und in Kärnten bezeichnen sich die Slovenen selbst seit Jahrhunderten
als Windische, ohne damit ein politisches Bekenntnis zu verbinden.
4.) Im Laufe der wachsenden Nationalitätenspannung des 19.
Jahrhunderts in Steiermark, Kärnten und Krain (Kampf um die Einführung
der Volks- bzw. Muttersprache in den Schulen und Ämtern usw.) wurde
die Bezeichnung 'Windisch' aus politischen Zweckmäßigkeitsgründen
verpolitisiert:
a) indem die Bezeichnung 'Windisch' im Munde der Deutschen pejorativ
den Beigeschmack des Abfälligen, des sozial tiefer stehenden,
Minderwertigen bekam; indem
b) eine politisch ethnische Unterscheidung zwischen Windischen und
Slovenen konstruiert wurde. Dies war auch die offizielle These der
Nazi-Politik in diesen Gebieten. Dies ist auch heute der Standpunkt,
z.B. des Kärntner Schulvereins 'Südmark'.[12]
Und weiter:
Im breiteren Rahmen der Volkstumsproblematik gesehen, gibt es in
Ostmitteleuropa (besonders Steiermark, Kärnten, Ungarn, nördliches
und westliches Jugoslavien) grosse Gebiete, in denen die Volkstümer
und ihre Grenzen nicht so klar profiliert sind; Gebiete, in denen wir
durch Jahrhunderte die Erscheinungen des fließenden Volkstums, des
Volkstumswechsels nicht nur als Einzelerscheinungen (durch Heirat oder
sozialen oder beruflichen Aufstieg), sondern als Vorgänge antreffen,
die die ethnische Zugehörigkeit ganzer Landschaften und ganzer Bevölkerungsschichten
als fließende Prozesse bis in die Gegenwart hinein variabel
gestalten. /.../ Alle diese Prozesse können eben nur
soziologisch-biologisch als Integrations- oder
Differenzierungsprozesse klar erkannt werden, nicht aber, wie es in
der ganzen nationalistischen Presse und Publizistik der deutschen,
ungarischen und slavischen, auch bei einem Teile unserer österreichischen
üblich ist, nach nationalistischen Macht- und Prestigevorstellungen.[13]
In
diesem Schreiben polemisiert Matl auch gegen eine staatlicherseits
vorgegebene Politik des "divide et impera" gegenüber der
slowenischsprachigen Bevölkerung, die bereits in der Fragestellung
der Volkszählung 1951 nach der 'Umgangssprache' deutlich wird: Deutsch-Slovenisch;
Deutsch-Windisch; Slovenisch-Deutsch; Windisch-Deutsch usw. Alle
diese Fälle, so Matl, konstatieren
nur Zweisprachigkeit, nicht aber die volkstumsmäßige Zugehörigkeit.[14]
Und
gegen Ende des Schreibens stellt Matl dem Statistischen Zentralamt die
rhetorische Frage:
Was soll das heißen:
Slovenisch, Windisch (6), Windisch, Slovenisch (9). Seit wann frägt
man bei einem Wiener bei der Volkszählung, ob er Wienerisch oder
Hochdeutsch kann oder spricht. /.../
Das Statistische Zentralamt steht vor der Wahl, entweder den im kärntnerischen
und steirischen tagespolitischen Kampf mit reichlichem
propagatorischen und pathetischen Aufwand konstruierten Dualismus von
zwei angeblich verschiedenen ethnisch politischen Gruppen, den
Windischen (also den Eindeutschungsreifen und -bereiten) und den
Slovenen (also den ihrer ethnisch-kulturellen Zusammengehörigkeit
voll Bewußten und nicht Eindeutschungsbereiten) zu legitimieren, oder
sich nach der guten alten österreichischen statistischen Tradition
eines Czoernig usw. um der Sachlichkeit Willen darüber zu erheben -
und damit auch das Risiko übernehmen, das Mißfallen der
chauvinistischen Tagespolitiker zu erregen.[15]
Es
muß vor allem die Geschichte europäisch gelehrt werden
Matl
erntete für seine Beiträge einerseits Missfallen von den
verschiedenen politischen Lagern, andererseits wurde seine
Gegenkonzeption kaum wahrgenommen, die - aus heutiger Sicht - beinahe
prophetisch klingt:
In
der jüngeren österreichischen Generation macht man sich über das
ganze Problem des Zusammenlebens der verschiedenen Völker in dem
Donauraum keine Gedanken mehr, da erlebnismäßig diese Fragen des
Zusammenlebens im Vielvölkerstaate nicht mehr existieren und man sich
auf das heimatliche kleine Österreich und seine Probleme eingestellt
hat und einstellt, der Eiserne Vorhang als die Scheidelinie zwischen
zwei politischen und wirtschaftlichen Systemen als bestehende Realität
gesehen wird. /.../
Nun zur Frage, was ist zu tun: Wir müssen in den Schulen und in der
Publizistik in dem Geschichtsbewußtsein das Gemeinsame der
Entwicklungsgrundlagen im Donau- und Karpatenraum, bei aller Pflege
der eigenvölkischen Volkstumstradition in Sprache, Lied und Brauch,
also die Tatsachen der Symbiose betonen, nicht aber die Wunden neu
aufreißen, die sich die einzelnen Nationalitäten dieses Raumes im
Laufe des letzten Jahrhunderts der überhitzten Nationalitätenstreitigkeiten
(Deutsche-Tschechen, Deutsche-Madjaren, Madjaren-Slaven,
Deutsche-Slovenen) gegenseitig zugefügt haben und damit neue
Ressentiments lebendig machen. Es muß vor allem die Geschichte
mitteleuropäisch und europäisch gelehrt werden, nicht aber
deutsch-chauvinistisch, madjarisch-chauvinistisch, tschechisch- oder
slovenisch-chauvinistisch. Man muß sich dabei begrifflich und
geschichtlich klar werden, was die Wahrheit, was Friede und nationale
Gerechtigkeit in diesem Raume bedeutet, nicht aber alte beliebte
Phrasen herum werfen.
Ich persönlich habe versucht im Rahmen meiner fachlichen
wissenschaftlichen Berufsarbeit die Kontakte - auch bei den
bestehenden politischen konträren Anschauungen - mit Tschechen,
Madjaren, Südslaven, Rumänen wieder aufzubauen und auch zwischen den
Emigrantengruppen ausgleichend zu wirken. Es ist m.E. Sache der
Wissenschaft und Kunst, auch in dieser Zeit der Ost-West-Trennung
wenigstens das Gespräch offen zu halten. Vielleicht kommt einmal die
Stunde, daß an die Stelle des heutigen Dualismus der politischen
Systeme und Anschauungen doch wieder ein Zusammenleben in einem
gemeinsamen föderativen Europa der Völker erwächst.[16]
Die
"Matl-Schule"
Lang
ist die Liste seiner Studentinnen und Studenten, sodass man zu Recht
von einer "Matl-Schule" sprechen kann. So stand Josef Matl
als Professor und Dissertationsbetreuer für den wissenschaftlichen
und beruflichen Werdegang folgender Persönlichkeiten Pate:
Valentin
Inzko, Harald Jaksche, Helmut Kettenbach, Anneliese Lägreid, Erich
Prunč, Herbert Schelesniker, Herbert Trathnigg, Sigrid Darinka Völkl,
France Vrbinc, Paul Zablatnik und andere.
Josef
Matl hat sich aber auch sehr für einen Diskurs und für die
Zusammenarbeit von Slavisten und Historikern aller europäischer Länder
eingesetzt, und durchbrach so auf der Ebene des wissenschaftlichen und
kulturellen Austauschs den "Eisernen Vorhang" - bereits zu
Zeiten, als dieser für die meisten anderen universitären und
staatlichen Einrichtungen noch eine unüberbrückbare Barriere
darstellte. Hier ist sein emsiges Zusammentragen von Material für
seine lexikalischen Studien zu nennen,
wofür er seine Kontakte zu bulgarischen, tschechoslowakischen, aber
auch zu Kollegen und Gewährsmännern außerhalb der
slavischsprachigen Länder (Deutschland, Rumänien, Ungarn, Türkei
etc.) nutzte. Zu vielen jugoslawischen und russischen Forschern und
Kulturschaffenden stand er in persönlichem Kontakt, so z.B. zum
slowenischen Literaturwissenschaftler Anton Slodnjak, zum Bildhauer
Ivan Mestrović
oder zum russischen Sänger und Schriftsteller Bulat Okudžava, der
auf Matls Einladung Anfang der sechziger Jahre in Graz zu Gast war.
Hüben
wie drüben: Praktisch vergessen
Man
könnte also annehmen, dass Josef Matl in der heutigen internationalen
bzw. Südslavistik und Wissenschaftsgeschichte einen seiner Bedeutung
entsprechenden Platz einnimmt, wie z.B. seine Vorgänger und Landsmänner
Franz Miklosich und Matthias Murko. Dass dem nicht so ist, muss wohl
auf die Ungunst der Zeiten und auf die politischen Brüche in Österreich
und Jugoslawien in den vergangenen 100 Jahren zurückgeführt werden.
Das Oevre Josef Matls ist - weil "österreichischer" Slavist
deutscher Muttersprache - in den südslavischen Geistes- und
Kulturwissenschaften kaum bekannt. So finden sich etwa in der
Laibacher National- und Universitätsbibliothek gerade 4 dünne
Heftchen (Sonderdrucke) von Matl. Mit umgekehrten Vorzeichen teilt er
damit das Schicksal des "slowenischen" Philosophen Franz
Weber, der - aus Oberradkersburg stammend - seine akademische Laufbahn
bei Alexius Meinong in Graz begann, seit seiner Übernahme des
Lehrstuhls in Ljubljana 1920 jedoch nur mehr slowenisch lehrte und
publizierte. Auch er ist im Wissenschaftsbetrieb der
"anderen" Sprache und Kultur wenig bekannt, nur bruchstückhaft
übersetzt und praktisch nicht rezipiert.
Das Beispiel dieser zwei "Untersteirer" zeigt: Das
Gewachsensein an der deutsch-slavischen Volkstums- und Sprachgrenze
(Matl) kann unter bestimmten politischen Konstellationen dazu führen,
in einem "zwischensprachlichen Vakuum" förmlich zu
verschwinden. Auch die heutige Entwicklung zu einem
"vereinten" Europa ist weit davon entfernt dazu beizutragen,
diese "inter-kulturellen" Leerstellen zu entdecken und
auszuleuchten.
Dabei sind gerade die Initiativen Matls zu einer sprachlichen,
kulturellen und politischen EU-"Osterweiterung", wie sie in
seinen Korrespondenzen, Vorträgen und Schriften ausführlich
dokumentiert sind, von hoher Aktualität und Brisanz.
Michael
Reichmayr
Der
Autor dieses Artikels ist Übersetzer für Slowenisch und arbeitet an
einer Dissertation über die Rolle und Bedeutung Josef Matls in der österreichischen
und internationalen Slavistik und Südosteuropakunde.
[1]
Josef Matl, Gedanken eines Österreichers über
das Zusammenleben der Völker im Donau- und Karpatenraum,
verfasst im Sommer 1962 (Wissenschaftlicher Nachlassteil am
Institut für Slawistik der Universität Graz. In: Josef Matl,
Sonderband "Arbeiten ab 1963", S. 151 - 175
(unpubliziert); vgl. die englische Übersetzung Ideas
of an Austrian on the Coexistence of Nations in the Danubian and
Carpathian Basin. In: Studies for a New Central Europe (ed.
The Mid-European Research Institute, Cleveland, Ohio)
1(1963)28-33; dass. auch im Internet: www.hungary.com/corvinus/lib/wagner/wagner06.htm.
[3]
Mit der Einwanderung der Awaren und Slaven
in dieses Gebiet wurde hier das župen-
(duces-) System auf eine schon
bestehenden Infrastruktur der antiken Vorläufergesellschaft übertragen. Ein župan,
eine ursprünglich awarische Bezeichnung, ist der oberste
Verwaltungsbeamte, der die awarische Oberherrschaft vertrat und
versinnbildlichte, ohne selbst dem awarischen Stammesverband angehören
zu müssen. Die allerdings in den Geschichtsbüchern als Fürstentum
Karantanien beschrieben wird, war wohl
kein zentral regiertes Großreich, sondern setzte sich aus mehr
oder weniger selbständigen civitates
zusammen. Im 8. Jahrhundert war Karantanien territorial vermutlich
überhaupt auf das Kernland des heutigen Kärnten beschränkt und
hatte zu den benachbarten Herrschaftsgebieten (Carnolia, Liburnia
sowie ein Fürstentum im Raum des ehemals rämischen Flavia Solva)
eher lose Beziehungen. Siehe:Andrej Pleterski, Mateja Belak, ZBIVA.
Cerkve v vzhodnih Alpah od
8. do 10. stoletja. In: Zgodovinski časopis
49(1995)19-43; Jože Dežman,
Karantanski Rašamon ali mit
pred mitom [Interview mit dem slowenischen Historiker Andrej
Pleterski]. In: Delo, Ljubljana, 24.05.1997, S.36. Vgl. auch
Herwig Wolfram, Ethnogenesen im frühmittelalterlichen Donau- und Ostalpenraum (6. bis
10. Jahrhundert). In: Helmut Beumann, Werner Schröder
(Hrsg.), Frühmittelalterliche Ethnogenese im Alpenraum,
Sigmaringen 1985, S. 97-151; ders.,
Conversio Bagoariorum et Carantanorum. Das Weißbuch der
Salzburger Kirche über die erfolgreiche Mission in Karantanien
und Pannonien, Wien-Köln-Graz 1979.
[4]
Jos[ip]
Mal, Probleme aus der Frühgeschichte der Slowenen, Ljubljana 1939;
Walter Brunner, Die
Steiermark im Frühmittelalter (6.-10. Jahrhundert). In:
Gerhard Pferschy, Peter Krenn (Hrsg.), Die Steiermark. Brücke und
Bollwerk. Ausstellungskatalog der Landesausstellung 1986, Schloss
Herberstein (= Veröffentlichungen des Steiermärkischen
Landesarchivs, Band 16), Graz 1986, S. 36f.
[5]
Vgl. Fritz Posch, Die
Entstehung des Landes Steiermark. In: Gerhard Pferschy, Peter
Krenn (Hrsg.), Die Steiermark. Brücke und Bollwerk, Graz 1986,
S.50-53.
[6]
Über die sprachliche Gemengelage der
vorslavischen Bevölkerung ist wenig bekannt.
[7]
Joseph
F. Desput, Die neuen Grenzen 1918-1921. Außen- und innenpolitische Aspekte.
In: Gerhard Pferschy, Peter Krenn (Hrsg.), Die Steiermark. Brücke
und Bollwerk, Graz 1986, S.443f.
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