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Das andere Radkersburg / Ein Rundgang

02. Herzogberg/Hercegovscak  
Oberradkersburg/Gornja Radgona


Am 6.November 1904 wurde am Herzogberg in Oberradkersburg der erste evangelische Friedhof seit Reformationszeiten feierlich eingeweiht. Dieser Friedhof war bald zu klein, da im Krankenhaus in Radkersburg viele fremde Evangelische starben, die hier ihre letzte Ruhestätte fanden. 

Ein weiteres allerdings nie genutztes Grundstück wurde gekauft. Aufgrund der Grenzziehung und durch verschiedene Bestimmungen des SHS-Staates war es ab 1920 nur mehr unter erschwerten Bedingungen möglich, Beerdigungen auf der anderen Seite der Mur durchzuführen, weshalb die Evangelischen von Radkersburg und Umgebung auf der linken Murseite einen neuen evangelischen Friedhof anlegten. Der alte evangelische Friedhof am Herzogberg hatte aber noch sehr lange Bestand. So fanden hier noch bis Ende der 20er Jahre Beerdigungen von Evangelischen aus Abstall/Apaèe und Oberradkersburg/Gornja Radgona statt, zu denen der Radkersburger Pfarrer Goschenhofer gerufen wurde. Nach dem Einmarsch deutscher Truppen in Jugoslawien und der Einverleibung der Untersteiermark ins Deutsche Reich kam der Bezirk Luttenberg/Ljutomer wieder zur Evangelischen Gemeinde Radkersburg. 

Der bereits etwas verwilderte Friedhof wurde nun wieder in Stand gesetzt und die baufällige Einfriedung erneuert. Auch noch nach dem Zweiten Weltkrieg gehörte dieser Friedhof der Radkersburger Evangelischen Gemeinde. Die letzten Gräber mit Evangelischen aus Radkersburg wurden im Sommer 1996 anläßlich der Neugestaltung des Friedhofes aufgelassen. Es waren dies die Gräber von Georg Kaufmann und Stefan Stivan.