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Das andere Radkersburg / Ein Rundgang

26. Sicheldorf/Žetinci und Dedenitz/Dedonci


Die Orte Sicheldorf/Žetinci und Dedenitz/Dedonci wurden 1920 von der Steirischen Landesregierung als mögliche Kompensation für die Belassung des Abstaller Beckens/Apaško polje bei Österreich dem SHS-Staat angeboten.

Im Jahre 1880 gab die Bevölkerung dieser beiden Dörfer an, zu 100 bzw. 99,4 % slowenischsprachig zu sein. Einen ähnlich hohen Anteil an Slowenischsprachigen hatten auch die Gemeinden Laafeld/Potrna, Windisch Goritz/Gorica und Zelting/Zenkovci. 

Während in diesen Gemeinden viele auf Grund des Assimilationsdruckes am Ende der Monarchie bzw. in der Ersten Republik slowenische Sprachkenntnisse zu leugnen begannen, bekannten sich in Dedenitz und Sicheldorf bis in die Zweite Republik weiterhin große Teile der Bevölkerung zu ihrer slowenischen Muttersprache.